Albanien: ,,Flamingo-Revolution" erschüttert die Regierung
Seit Ende Mai erlebt Albanien die größte Protestbewegung seit dem Ende des stalinistischen Regimes Anfang der 1990er Jahre. Was als lokaler Widerstand einiger Anwohner und Umweltschützer an der südlichen Adriaküste begann, hat sich binnen weniger Wochen zu landesweiten Massendemonstrationen ausgeweitet, die sich gegen die rechte Regierung von Ministerpräsident Edi Rama, gegen die grassierende Korruption und gegen den Ausverkauf des Landes an reiche in- und ausländische Investoren richten. Am 20. Juni gingen in der Hauptstadt Tirana nach Schätzungen albanischer Medien mehr als 250.000 Menschen auf die Straße. Am 27. Juni fanden erneut Massenproteste statt.
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