Nahost-Krieg - Trotz vereinbarter Waffenruhe: Gefechte zwischen USA und Iran - Israel greift im Libanon weiter an
Laut Medienberichten wollen Israel und Libanon die bisher vereinbarte Waffenruhe verlängern. Unterdessen greift Israel jedoch im Libanon weiter an und die Hisbollah-Miliz lehnt Entwaffnung als Bedingung ab.
In der Nacht zum Donnerstag hatten sich Israel und der Libanon nach Angaben des US-Außenministeriums zwar auf einen neuen Anlauf zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe geeinigt. Als Teil der Umsetzung einer Waffenruhe zwischen Israel und Libanon hat sich die israelische Armee aus dem libanesischen Grenzort Dibbin zurückgezogen. Die libanesischen Streitkräfte bestätigen, dass sie in die Stadt eingerückt seien, nachdem das israelische Militär abgezogen sei. Unterdessen ordnete Israel neue Angriffe an. Aus den Vororten Beiruts fliehen Menschen. Bei einem israelischen Angriff auf ein Militärfahrzeug in Südlibanon sind laut Angaben der libanesischen Armee zwei Offiziere und ein Soldat getötet worden. In Nord-Israel wiederum schlugen mehrere vermutlich von der Hisbollah abgefeuerte Raketen ein. Von einer tatsächlichen Waffenruhe und einem Rückzug Israels aus den besetzten libanesischen Gebieten ist nicht die Rede. Die bei dem inzwischen sattsam bekannten Telefonat letzte Woche zwischen US-Präsident Trump und dem israelischen Premier Netanjahu eskalierten Widersprüche über die israelische Kriegsführung spielt Netanjahu herunter. Er will während Trumps Amtszeit mit seinen Groß-Israel-Plänen möglichst weit vorankommen und sich gegen die Neuimperialisten Iran und Türkei als stärkste Regionalmacht im Nahen und Mittleren Osten durchsetzen.
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