ARGUMENTMAXXING?!: Warum Habermasianer*innen so höflich wie herrschaftlich sind
Dieses Video geht um eine Figur, die wir alle in der ein oder anderen Form kennen: dendie ,,Habermasianerin", der*die sich auf Vernunft, Diskurs und Sachlichkeit beruft und dabei oft nicht merkt, wie viel Macht genau darin steckt. Wir reden darüber, wie Argumente, Debattenkultur und der ,,richtige Ton" in modernen Öffentlichkeiten funktionieren – und wen sie aussortieren. Ausgehend von Jürgen Habermas, Diskursethik und dem Ideal der deliberativen Demokratie frage ich: Was passiert, wenn Argumente als neutraler Maßstab behandelt werden, während reale Verhältnisse von Klassenzugehörigkeit, Rassismus, Sexismus, Transfeindlichkeit, institutioneller Macht und Plattformlogiken im Hintergrund weiterlaufen? Was bedeutet es, wenn Emotionen, Wut und verletzte Stimmen systematisch als ,,unsachlich" markiert werden und bürgerlich-akademische Sprechweisen als Vernunft durchgehen? Im Video geht es unter anderem um: • Habermas, Öffentlichkeit, Diskursethik und Deliberation • Nancy Fraser, Gegenöffentlichkeiten und Ausschluss aus der ,,allgemeinen" Öffentlichkeit • Habitus, Sachlichkeit und den Klassencharakter von Debatten • Antagonismus: Konflikte, die nicht einfach weggequatscht werden können • Social Media (Twitter/X), Quote Tweets und die moralische Polizei der ,,Debattenkultur" • die Frage, wann Argumentieren emanzipatorisch ist und wann es zur Herrschaftsform wird.
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