Es gibt einen Moment beim Kaufen, den fast jeder kennt: Man hält etwas in den Händen, und es bedeutet plötzlich mehr als das Material, aus dem es besteht. Dieser Moment ist so selbstverständlich, dass man ihn kaum bemerkt. Und er ist, wenn man ihn genau anschaut, das Herzstück einer der wirkungsvollsten Analysen, die Karl Marx je geschrieben hat.
Folge 3 der Playlist Linke Ökonomie seziert, was hinter dem Warenfetisch steckt: wie Waren die sozialen Verhältnisse ihrer Entstehung unsichtbar machen, wie Werbung aus Produkten Identitäten formt, wie Bourdieu erklärt warum Geschmack keine persönliche Sache ist und warum BP 2004 den Begriff "Carbon Footprint" erfunden hat. Am Ende steht eine Feststellung, keine Moral: Das Problem liegt nicht auf der Ebene des Kaufakts.
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