Aschermittwoch mit Tiefgang: Was steckt hinter Aufrüstung, Krise & Rechtsentwicklung? (2026)
Der Politische Aschermittwoch 2026 steht unter dem Zeichen einer zugespitzten Weltlage. Kriegspolitik, massive Aufrüstung, soziale Angriffe, steigende Mieten und Preise, zunehmende Repression und die wachsende Gefahr rechter und faschistischer Entwicklungen prägen die aktuelle Situation. Doch zugleich wächst international der Widerstand.
In den Beiträgen dieses Abends geht es um die Hintergründe dieser Entwicklung: Warum verschärft sich die Konkurrenz zwischen den Großmächten? Weshalb werden demokratische Rechte eingeschränkt? Wieso explodieren Mieten und Lebenshaltungskosten, während Konzerne Rekordprofite machen? Und welche Rolle spielen Medien, Monopole und staatliche Politik dabei?
Thematisiert werden außerdem:
antifaschistische Bewegungen in Deutschland und international Kämpfe in Betrieben und Gewerkschaften die soziale Frage – von Wohnarmut bis Inflation die zunehmende antikommunistische Hetze und konkrete Repressionsfälle die Perspektive einer grundlegenden gesellschaftlichen Alternative
00:00–01:34 Einstieg: Der „politische Aschermittwoch“ wird als Tradition rebellischer Bauern seit dem 16. Jh. dargestellt – im Kontrast zu CSU-/Söder-Inszenierung „Krawall, wenig Neues“. 01:34–02:24 Moderator Hannes Stockert, Hafen Duisburg berichtet über drohenden Arbeitsplatzabbau u. a. 14 000 Stellen und leitet zum Programm der MLPD über. 03:03–06:44 Kritik an Söder Arbeitszeit-Rhetorik vs. eigene Abwesenheit und an der Münchner Sicherheitskonferenz „in Zerstörung“; Merz spricht vom Ende der bisherigen Ordnung – Sorge der Rednerinnen gilt dagegen Frieden, Rechte, Soziales, Umwelt. 07:41–12:19 Analyse globaler Zuspitzung: Trump als Projekt moderner faschistischer Entwicklung Unterstützung durch Monopole/Tech, daneben Beispiele repressiver Regime und Kriege; Social-Media-Konzerne/Algorithmen als Faktor der Meinungsmanipulation. 12:19–18:52 Gegenbewegung: Entstehung einer millionenstarken antifaschistischen/antiimperialistischen Bewegung weltweit; in Deutschland 7 Mio. Demonstrierende 2024/2025 „Nie wieder ist jetzt“ und wachsende überparteiliche Zusammenarbeit. 14:38–16:30 Beispiel USA/Minnesota: geschilderter organisierter Massenwiderstand Beobachtung/Blockaden/Versorgung, als Beleg, dass Faschismus eine Massenbasis braucht und angreifbar ist, wenn Rückhalt bröckelt. 19:18–24:15 Schwerpunkt Betriebe/Gewerkschaften: Warnung vor AfD-Strukturen in Betrieben; Aufbau einer Einheitsfront aus Gewerkschaften und verschiedenen Kräften als „strategisch bedeutend“. Zudem: international koordinierte Arbeiteraktionen z. B. Hafenstreik am 6. Feb. gegen Waffentransporte. 29:25–37:42 Hintergrunddeutung der Krisen: Widerspruch „internationalisierte Produktion vs. nationalstaatliche Machtbasis“ und verschärfte Konkurrenz; Bezug auf Lenins Imperialismusanalyse; Militarisierung wird als Treiber sozialer Angriffe kritisiert Forderung bis 10 % BIP für Rüstung wird genannt. 38:41–46:41 Soziales/Housing: „Wohnarmut“ durch stark steigende Mieten; 5,4 Mio. zusätzlich an der Armutsgrenze zusätzlich zu 13 Mio. bereits Armen, Lebensmittelpreise in 5 Jahren +30 %; Kritik an Finanzinvestoren-Logik Luxusumbau/Mini-Apartments, Umgehung der Mietpreisbremse. 51:07–1:12:35 Antikommunismus & Perspektive: Fall „Owen Franke“ Einbürgerung soll wegen Nähe zur MLPD abgelehnt werden als Beispiel staatlicher Repression; Abgrenzung zu „opportunistischen“ Illusionen Linkspartei und Verteidigung der Notwendigkeit einer Übergangsphase im Sozialismus; Ankündigung eines Buches „Lehre von der Denkweise“ und Betonung von Kritik/Selbstkritik als Schlüssel – Schluss: sozialistische Revolution als Alternative zur „Zerstörung“ der Gegenwart.
Der Abend verbindet Analyse mit Erfahrungen aus der Praxis – aus Betrieben, Stadtteilen und internationalen Solidaritätsprojekten. Er macht deutlich: Gesellschaftliche Entwicklungen sind kein Naturgesetz. Sie sind das Ergebnis von Interessen – und können durch bewusste Organisierung und gemeinsamen Kampf verändert werden.
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